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# 3. Dezember

 

Danke für Eure Teilnahme am Gewinnspiel!

 

Liebe Mela, ich lasse Dir Deinen Schlüsselanhänger

sobald als möglich zukommen.

 

Aber ich habe noch etwas für Euch: Im Jay Luna Yoga Shop, könnt Ihr -solange der Vorrat reicht- die Schlüsselanhänger zum Sonder-Advents-Preis um 5,50€, anstelle 6,90€ erwerben :)

 


 

Der nahe Feind der liebenden Güte ist die Verhaftung ... Anfangs mag sich das Anhaften wie Liebe anfühlen, aber indem es wächst, wird es klarer zum genauen Gegenteil, das durch Festhalten, Kontrolle und Furcht charakterisiert ist.

 

Der nahe Feind des Mitgefühls ist Mitleid, und auch dieses trennt uns. Mitleid fühlt Bedauern für jenen armen Menschen da drüben, als wäre er etwas von uns Verschiedenes ...

 

Der nahe Feind von mitfühlender Freude (der Freude über das Glück anderer) ist das Vergleichen, welches nachschaut, ob wir mehr oder genauso viel oder weniger haben als ein anderer ...

 

Der nahe Feind von Gleichmut ist Gleichgültigkeit. Wahrer Gleichmut ist eine Ausgewogenheit inmitten der Erfahrung, während Gleichgültigkeit ein auf Furcht basierender Rückzug sowie Teilnahmslosigkeit ist ...

 

Jack Kornfield

 

 

Was Jack Kornfield hier beschreibt, kennt sicherlich Jede(r) von uns. Es erfordert Mut und Ehrlichkeit mit sich selbst, um diese Gefühle wirklich auseinander halten zu können. 

 

Sich ehrlich für einen anderen Menschen zu freuen, auch wenn es uns vielleicht gerade nicht so gut geht - das fällt oftmals nicht leicht. Wir möchten uns vielleicht sogar ehrlich freuen, spüren aber dennoch einen kleinen Stich, weil wir es gerade nicht so gut erwischt haben. Weil wir uns vielleicht nicht diese tolle Traumreise leisten können oder das neue Auto. Weil es in unserem Job gerade anstrengend ist, während die Freundin gerade die Karriereleiter hinauf klettert. Oder weil die Freundin gerade mit ihrem Partner im siebten Himmel schwebt, während es in der eigenen Beziehung gerade mächtig kriselt. Oder auch weil die Nachbarn schon ihr drittes Kind erwarten, und man selbst schon seit Monaten versucht zum ersten Mal schwanger zu werden...es gibt genügend Beispiele...

 

Viel zu oft legen wir dann den Fokus auf das was wir gerne hätten, anstelle auf das was schon da ist. In Nachbars Garten sieht das Gras immer grüner aus. Aber die Wahrheit ist: bei Niemandem läuft es immer glatt und perfekt. Wir sehen die Welt nur wie durch ein Schlüsselloch und aus all den kleinen Szenen basteln wir uns unsere Wahrheit zusammen. "Bei Frau XY läuft einfach immer alles glatt, die hat keine Probleme, die ist immer gut drauf..." das reden wir uns gerne ein, um unserem eigenen Elend so richtig viel Gewicht zu geben. Selbst wenn Frau XY immer gut drauf ist, heißt das noch lange nicht, dass immer alles rund läuft in ihrem Leben. Vielleicht nimmt sie einfach nur alles ein bisschen gelassener hin als wir - gleichmütiger - vielleicht findet sie immer noch genügend Bereiche in ihrem Leben, die sie glücklich machen und aus denen sie Kraft schöpfen kann, auch wenn es in anderen Bereichen mal etwas holpriger zugeht. Wir machen uns unsere Gefühle aufgrund unserer Gedanken. Ja wir selbst sind tatsächlich dafür verantwortlich! So erschreckend es vielleicht klingt, anderen nicht die Schuld für unsere Situation geben zu können, soviel Macht gibt es uns doch selbst, denn die Verantwortung liegt nur bei uns selbst. Du selbst kreierst Dir Deine Sicht auf die Welt - auf dein Leben.

 

Mitleid und Mitgefühl sind  für die meisten oftmals schwer zu trennen, stelle ich in Gesprächen immer wieder fest. Es bringt letztlich niemandem etwas, wenn wir weinen oder jemanden bedauern, weil uns seine Geschichte so nahe geht. Das heißt natürlich nicht, dass wir dann keine Trauer empfinden dürfen, aber  helfen wird es der anderen Person nicht. Helfen wird es, wenn wir stark, helfend und wohlwollend für den anderen Menschen da sind. Unsere Hand ausstrecken, in welcher Form auch immer. Dem Anderen Gehör schenken, verstehen, zuhören und konstruktiv unterstützen. Dann kann auch der Andere wieder Kraft schöpfen, denn er spürt, da ist jemand ehrlich für mich da.

 

Die Liebe...anfangs, wenn die Schmetterlinge noch tanzen, fällt es uns leicht, den Anderen so zu nehmen wie er ist, mit all seinen Ecken und Kanten. Doch wie geht es weiter, wenn sich nach einer Weile Normalität und Alltag einschleichen? Schaffe ich es dann noch immer den Partner einfach sein zu lassen?  Selbst dann, wenn er sich vielleicht nicht immer so verhält wie ich es erwarte? Die Kunst der bedingungslosen Liebe besteht darin, den Anderen "frei" zu lassen, ihn nicht ändern zu wollen. Sätze wie: "Ich brauche dich...", "ohne dich bin ich nicht glücklich..." sind verräterisch, denn sie zeugen von Anhaftung, Abhängigkeit. Und das ist Liebe nicht! Der Partner ist nicht dafür da, um mich glücklich zu machen und meine Erwartungen zu erfüllen. Dafür muss ich schon selbst Sorge tragen. 

 

Natürlich können wir uns nicht von Heute auf Morgen umprogrammieren, aber wie können wir es schaffen diese Emotionen des eigenen Ego umzuwandeln in Emotionen, die wirklich aus der Tiefe unseres Herzens kommen? Ein erster und wichtiger Schritt das Erkennen und Unterscheiden. Durch die Bewusstheit allein, wird sich schon vieles ändern. Denn nun hast du das Zepter selbst in die Hand genommen. Der Haken dabei: Du musst absolut ehrlich zu dir sein! Dir ehrlich eingestehen, wenn sich Gefühle wie Neid, Eifersucht, etc. auftun. Dann kannst du einen Schritt zurücktreten und registrieren: Hey, da ist ein Gefühl von Missgunst. Akzeptiere auch diese Art der Gefühle, ohne dich dafür schuldig zu fühlen, aber identifiziere dich nicht damit. Du bist nicht das Gefühl. Das Gefühl ist wie eine Wolke, die weiter zieht und verschwindet. Du selbst jedoch bist der Himmel. Gefühle (Wolken) kommen und gehen - du (der Himmel) bleibst davon sozusagen unbeeindruckt. Im nächsten Schritt kannst du dir anschauen, warum du gerade dieses Gefühl hast. Woher kommt das eigentlich? Auch das erfordert viel Mut & Ehrlichkeit sich selbst gegenüber. Betrachte dich selbst als deinen besten Freund / deine beste Freundin, der du alles anvertrauen kannst. Noch wirkungsvoller wird das Ganze, wenn du deine Gedanken aufschreibst. Wenn du nicht möchtest, dass es jemand anderes liest, verbrenne die Zeilen hinterher. Es geht hierbei hauptsächlich um den Prozess des Loslassens. Wie der Himmel, der "seine" Wolken ziehen und damit los-lässt. 

 

Das war jetzt natürlich nur ein kurzer Einblick in diese Bereiche. Lass mich bitte wissen, zu welchem Thema Du in Zukunft noch ausführlicher lesen möchtest. Ich freu mich auf Deine Anregungen, und darauf tiefer in gewisse Bereiche einzutauchen.

 

Ich hoffe Du hattest gestern einen wundervollen Start in die Woche, und hast es auch heute ganz fein.

 

Licht & Liebe,

Jana

 

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Mela (Dienstag, 03 Dezember 2019 06:10)

    Super tolle geschrieben!!!!!� da kann der Tag nur gut starten... Danke dafür � und danke für den Anhänger ��