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# 21. Dezember

Spinal Breathing - Wirbelsäulen Atmung

 

Heute möchte ich dir eine sehr schöne Atemübung - Pranayama - vorstellen, die du gleichzeitig für eine tiefe Meditation nutzen kannst. 

 

Der Zentralkanal -Sushuma- gilt im Hatha-Yoga als wichtigste Energiebahn (= Nadi genannt im Yoga). In dieser Atmung geht es darum, die Aufmerksamkeit auf diesen Bereich zu lenken. Die Technik ist nicht schwer: es geht im Prinzip darum, sich vorzustellen, die Wirbelsäule entlang zu atmen. Zur Vertiefung kannst du noch eine Visualisierung einbauen - das kann zu einem tiefen meditativen Zustand führen. Ich mag diese kombinierte Form von Pranayama und Meditation sehr gerne. Durch die Konzentration auf die Atmung fällt es leichter, die Gedankenströme zur Ruhe kommen zu lassen.

 

Anleitung:

 

Setze dich in eine stabile und bequeme Meditationshaltung. Achte unbedingt darauf, dass dein Rücken gerade ist. Lege dir vielleicht eine gefaltete Decke unter das Gesäß oder ein Meditationskissen. Wenn du ein eher hohes Meditationskissen hast, kannst du dich auch gut im Fersensitz darauf setzen (das Kissen zwischen den Oberschenkeln). Spürst du deine Sitzbeinhöcker gut? Wenn ja, ist das ein gutes Zeichen dafür, dass du aufrecht sitzt.

 

Schließe deine Augen und bringe deine Aufmerksamkeit zunächst an den Punkt zwischen deinen Augenbrauen. Vertiefe deine Atmung und spüre deine Atemluft an deinen Nasenflügeln. Kalte Luft strömt mit der Einatmung ein, und warme Luft strömt mit der Ausatmung aus. Atme dich so ein bisschen ein.

 

Nun stelle dir vor, dass du an deiner Wirbelsäule entlang atmest. Stelle dir deine Wirbelsäule wirklich wie eine durchlässige Säule vor und atme mit der Einatmung von deinem Steißbein hoch zu deiner Kopfkrone. Mit der Ausatmung lass deinen Atem wieder von deiner Kopfkrone (Scheitel) hinab bis zum Steißbein fließen. Wenn du möchtest kannst du dabei auch ein Licht oder Farben visualisieren. Spüre hin, was kommt und was sich stimmig für dich anfühlt. Und wenn du dich nur auf deine Atmung konzentrierst ist das auch in Ordnung. Es gibt kein Richtig oder Falsch. Mache diese Übung solange wie du möchtest oder du Zeit hast. Fange vielleicht mit einer Minute an und steigere dich allmählich. Grundsätzlich gilt im Yoga: Lieber eine kurze Praxis, als gar keine ;) 

 

Sei geduldig mit dir, falls du anfangs das Gefühl hast, den Atem nicht zu dem Bereich deiner Wirbelsäule schicken zu können. Mit zunehmender Praxis wird dein Gespür dafür feiner.

 

Ich wünsche dir einen wundervollen Adventssamstag.

 

Licht & Liebe,

Jana

 

 

 

 

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